Die eigene Lernwelt gestalten

Neue und erfolgsversprechende Lernwelten schaffen

Lernen und persönliche Weiterentwicklung sind die wichtigsten Voraussetzungen, um sich in der VUCA-Welt zu behaupten, die durch einen permanenten und immer schneller werdenden Veränderungsprozess gekennzeichnet ist. Sie wird umschrieben mit folgenden Eigenschaften:

  • V = Volatility (Volatilität, Unbeständigkeit)
  • U = Uncertainty (Unsicherheit)
  • C = Complexity (Komplexität)
  • A = Ambiguity (Mehrdeutigkeit).

Da die Umwelt geprägt ist von Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit, haben viele Menschen das Gefühl, etwas tun zu müssen, um sich im beruflichen Umfeld diesen Entwicklungen stellen zu können. 

Schöpfen aus dem Vollen

Die neuen digitalen Möglichkeiten erweitern dabei unser Spektrum, neue Dinge und Sachverhalte zu erlernen. Noch nie gab es beispielsweise so viele Angebote, neue Sprachen zu lernen oder sich zu verschiedenen Themen fachlich weiter zu bilden. Einfach eine App zum gewünschten Thema suchen, herunterladen und los geht es mit dem Englischlernen. Auf diese Weise gewinnt auch das Lernen an Fahrt und es wird augenscheinlich einfacher, sich Neues anzueignen. Zumindest auf den ersten Blick erscheint das so.

Vielfalt als Hürde

Bei vielen Menschen wird gerade dieses mannigfaltige Angebot zum Fluch. Wer Verantwortung für seinen beruflichen Weg übernehmen möchte, muss aus dem vielfältigen Angebot die für sie oder ihn relevanten Inhalte heraussuchen. Gar nicht so einfach... Wer die Wahl hat hat die Qual.

Ein Trend, der sich abzeichnet, ist ein sehr bedarfsorientiertes Lernen - Lernen-on-demand. Menschen lernen, was sie zur Bewältigung ihrer aktuellen Aufgaben benötigen. Steht eine Reise an, wird die Sprache aufgefrischt. Soll ein Vortrag gehalten werden, werden Rhetorik-Tipps aufgerufen. Steht Entspannung auf dem Programm, sucht man sich die Yoga-App.

Der rote Faden ist dringend erforderlich

Gerade weil uns eine wahre Vielfalt an spannenden Lerninhalten offen steht, ist es wichtig, selbstbestimmt das "Richtige" auszuwählen. Aber was ist das "Richtige"? Welche Skills befähigen uns für die Jobs der Zukunft? Bei dieser Frage tappen viele Menschen im Dunkeln. Eins ist klar: Wir müssen sicher nicht alle Coden oder Programmiersprachen lernen. 

Auch mal über den Tellerrand schauen

Neue Lernformate und -formen machen einiges möglich. Sich dabei einmal aus der eigenen Komfortzone in neue Themenfelder vorzuwagen, kann sehr erhellend sein. Aber die Gefahr, sich zu verzetteln, ist groß. Daher unbedingt gerade im beruflichen Kontext, klare und erreichbare Lernziele festlegen statt planlos losstürmen.

Individuelle Lernwelten statt standardisierte Komplettlösungen

Beim Lernen im Business sind wir immer gut beraten, Vielfalt und Kreativität zu nutzen. Aber Individualität schlägt Standard. Es geht eher um individuelle Lernpfade einzelner als um standardisierte Lösungen. 

Daher liegt die Verantwortung in erster Linie bei jedem einzelnen. Niemand anders kann so gut einschätzen, wo unser Lernbedarf ist. Niemand kennt uns so gut, wie wir uns selber kennen. Niemand kann uns sagen, in welche Richtung wir uns entwickeln möchten. Damit sind für mich die drei wichtigsten Kernkompetenzen von New Work:

  • Selbstreflexion: Die Fähigkeit über sich selbst zu reflektieren und eigenes Handeln und Wissen kritisch zu hinterfragen. 
  • Eigenverantwortung: Für sich Verantwortung übernehmen und aktiv seinen beruflichen Weg gestalten.
  • Selbstorganisation: Die zur Verfügung stehenden Lernmöglichkeiten zu recherchieren und bewußt zu nutzen.